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Pflanzenheilkunde – Phytotherapie
Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Das Wissen um die Wirkung und Wirksamkeit von Heilpflanzen ist über Jahrtausende gesammelt und weitergegeben worden. Die Pflanzen waren früher nahezu die einzigen Heilmittel und die ersten Grundstoffe zur Herstellung von Arzneien. Das Wort "Phyto" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Pflanze".
Therapeutische Nutzung von Arzneipflanzen
Es existiert ein großes Spektrum an Heilpflanzen, unterschiedlichen Zubereitungen und Anwendungsgebieten. Neben den fernöstlichen Möglichkeiten kommen Heilpflanzen folgendermaßen zum Einsatz: - Heilpflanzen als Tee, Frischpflanzenauszüge als Saft oder Extrakte sowie isolierte Wirkstoffe aus Pflanzen - Einsatz von Heilpflanzen in der Homöopathie - Ätherische Öle aus Pflanzen in der Aromatherapie - Obst und Gemüse in der Ernährungstherapie
Rechtlicher Status der Phytotherapie
Die Pflanzenheilkunde wird von der klassischen Schulmedizin akzeptiert. Sie zählt in Deutschland und in der EU zu den besonderen Therapieverfahren. Heilpflanzen sind im offiziellen Arzneibuch beschrieben, ihre Wirkungen in sogenannten Monographien dokumentiert und pflanzliche Arzneimittel werden nach den gleichen strengen Regelungen zugelassen wie andere Arzneimittel!
Der wissenschaftliche Nachweis über die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Phytopharmaka ist die Aufgabe der Kommission E für Deutschland, sowie der ESCOP für Europa und die WHO (Weltgesundheitsorganisation) weltweit. Die Aufgabe dieser Organisationen ist es, arzneipflanzliche Monographien zu erstellen, um dem zunehmenden weltweiten Interesse an pflanzlichen Arzneien Rechnung zu tragen.
Wann kann die Phytotherapie eingesetzt werden?
Sie kann begleitend zur ärztlichen Behandlung eingesetzt werden bei:
- Krankheiten der Atmungsorgane
- Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
- gynäkologischen Erkrankungen (Frauenkrankheiten)
- Wunden
- Erkältungskrankheiten
- psychovegetativen Störungen und Schlafstörungen
- Krankheiten der Verdauungsorgane
- Stoffwechselkrankheiten
- Krankheiten der Niere, der ableitenden Harnwege und der Prostata
- Zur Immunstärkung und Vorbeugung
- usw.
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